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Draghis Nachfolger vor grosser Herausforderung


Der scheidende EZB-Präsident hinterlässt seinem Nachfolger eine Menge ungelöster Probleme. Nachdem Mario Draghi die EZB mit seiner Nullzinspolitik in die Sackgasse der Liquiditätsfalle manövriert hat, war es absehbar, dass er diese Politik bis zu seinem Ausscheiden aus dem Amt im Oktober fortführen wird. Für Draghi ist dies der Weg des geringsten Widerstandes.


Die Banken, welche entweder ihre Hausaufgaben seit 2008 immer noch nicht erledigt haben, oder unter der Nullzinspolitik leiden, bedachte der Italiener nun noch mit einem neuen Kreditpaket namens TLTRO-III (Targeted longer-term refinancing operations) mit einer Laufzeit bis 2021. Aber das ist angesichts der Liquiditätsschwemme der letzten Jahre schon fast egal.


Wer immer die Aufgabe übernehmen wird, Herr über die am häufigsten gerettete Währung der Weltgeschichte zu werden, hat zwei Möglichkeiten:

- Entweder, er (oder sie) versucht sich in der Mammutaufgabe, die Zinspolitik zu normalisieren und die ungezügelte Liquiditätsschwemme zurückzudämmen. Dabei ist darauf achten, dass die wirtschaftlichen, sozialen und politischen Kollateralschäden möglichst gering ausfallen.

- Oder der künftige EZB-Chef verwaltet das Erbe Draghis ohne irgendwo besonders anzuecken und geniesst die Vorzüge des Jobs.


Die zweite Strategie dürfte mehr Erfolg haben und das liegt vor allem an einem Faktor: die übersteigerte EU-Euphorie zahlreicher Entscheidungsträger in Deutschland. Solange diese Gruppe das Narrativ glaubt, Deutschland habe am meisten von dem mit Lug und Trug eingeführten Euro profitiert, so lange hat der künftige EZB-Chef freie Hand.


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